Die heilsame Magie des Moments
Leben Soul Achtsamkeit

Die heilsame Magie des Moments

Solange er gut funktioniert, schenken wir unserem Körper kaum Beachtung. Wir leben in dem Bewusstsein, gesund und fit zu sein und kennen keine Grenzen der Belastbarkeit. Dass unser Organismus dabei ständig Höchstleistungen vollbringt, ahnen wir nicht einmal.

Erst wenn dieses Wunderwerk aus Billionen von Zellen erste Anzeichen von Schwäche zeigt, wird uns klar, dass unser Körper nicht unverwundbar ist. Ob Bluthochdruck, Schlafstörungen oder Kopfschmerzen: Viele Leiden entstehen als Folge von Traumata, die wir noch nicht verarbeitet haben. Durch Stress oder Kummer schleichen sich Fehler ins System. Nicht nur im Alltag, sondern auch in unserem Inneren. Nervenbahnen, Arterien, Gelenke oder Muskeln sind nicht unbegrenzt belastbar. Wenn wir die Beschwerden, die durch inneren Druck entstanden sind, als Botschaften des Körpers verstehen, dann kann Achtsamkeit zur Heilung beitragen. Sie weist den richtigen Weg, wenn es darum geht alte Wunden zu schließen und festgefahrene Verhaltensmuster aufzulösen. 

Im Hier und Jetzt sein

Achtsamkeit bedeutet, nicht in der Vergangenheit und nicht in der Zukunft zu leben. Es bedeutet, dass wir den Moment so erleben, wie er ist, ohne ihn zu bewerten. Wahrnehmungen und Empfindungen nicht automatisch zu beurteilen ist allerdings nicht einfach, denn wir sind daran gewöhnt, Dinge sofort einzuordnen. Aber Achtsamkeit ist erlernbar. Am einfachsten ist es, wenn Sie einer Handlung, die Sie sonst eher achtlos begehen, mehr Aufmerksamkeit schenken. Zum Beispiel Ihrem Frühstück. Unsere Nase kann mehr als 1000 Gerüche unterscheiden. Versuchen Sie ganz bewusst und deutlich zu riechen. Nehmen Sie den Kaffee nicht als Wachmacher, sondern als Nahrungsmittel wahr. Wenn Sie sich dabei albern vorkommen: Macht nichts, hier heißt es tatsächlich: Augen zu und durch!

In der Gegenwart ankommen

Im „Hier“ zu sein fällt uns oft sehr schwer. Häufiger hängen wir in der Vergangenheit fest oder sorgen uns um das Morgen. Und verpassen dabei unser Leben. Suchen Sie sich einen Platz an dem Sie ungestört innehalten können. Schließen Sie Ihre Augen und sagen Sie zu sich selbst „Ich spüre...“, und beenden den Satz mit dem, was Sie in diesem Moment wahrnehmen. Das kann ein Geräusch oder ein Sonnenstrahl auf Ihrer Nase sein. Bilden Sie diese Sätze so lange, bis Sie ganz im Moment sind.

Sich in Sicherheit fühlen

Mobbing, Trennung, Verlust – es gibt viele Umstände, die uns das Gefühl vermitteln in ständiger Gefahr zu leben. Diese Emotion stresst Seele und Körper und lässt uns vergessen, dass wir unser Leben selbst in der Hand haben. Lenken Sie Ihren Blick zuerst auf das „Jetzt“ wie oben beschrieben. Danach erspüren Sie die Luft in ihrer Umgebung. Ist sie erfrischend oder wärmend? Nehmen Sie die Bewegung der Materie wahr. Spüren Sie den Hauch auf Ihrer Haut wie eine kuschelige Decke, die Sie umhüllt. Das ist Ihre sensitive Rüstung, die Sie immer beschützt.

Richtig Loslassen können

Bei dieser Übung geht es darum, dass Sie Belastungen abgeben können. Setzen Sie sich auf einen Stuhl und schließen Sie Ihre Augen. Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf Ihre Körperhaltung. Erspüren Sie die Muskeln, die Sie anspannen. Lassen Sie sich dann ganz in den Stuhl fallen und geben Sie Ihr Gewicht an die Sitzfläche und die Stuhlbeine ab. Spüren Sie, wie die Last auf Ihren Schultern von Ihnen abfällt. Wenn Sie das Gefühl haben ganz befreit zu sein, atmen Sie mehrmals tief durch und spüren Sie, wie der Sauerstoff wieder ungehindert durch Ihren ganzen Körper fließen kann. 

Foto: Sofiaworld/Shutterstock.com

©LaMagonda, 2015

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