"Endlich Ich!" Die positiven Seiten der Selbstliebe
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"Endlich Ich!" Die positiven Seiten der Selbstliebe

Studien zufolge kreisen 97 Prozent aller Gedanken, die ein Mensch pro Tag hat, um Negatives oder Belangloses. Dagegen haben nur 3 Prozent unserer Gedanken einen positiven Einfluss auf das emotionale Gedächtnis.

Aus der Hirnforschung wissen wir, dass wir uns Dinge und Abläufe dann besonders gut einprägen können, wenn wir sie oft wiederholen. Biologisch ist das durchaus sinnvoll. Erlernte Erfahrung bewirkt richtige Entscheidungen und schnelle Reaktionen auf bekannte Situationen.

Für unser seelisches Wohlbefinden ist dieser Vorgang allerdings ungünstig. Denn je öfter wir einen negativen Gedanken haben, desto mehr prägt er sich ein. Wer sich also ständig kritisiert wertet sich jeden Tag mehr ab. Umgekehrt kann sich ein Mensch, der sich täglich lobt und in seinen Handlungen bestätigt, selbständig aufwerten.

Warum klopfen wir uns also nicht einfach in Gedanken ein paar Mal auf die Schulter und sind damit zufrieden und glücklich? Weil Selbstliebe oft mit Egoismus, Narzissmus und Überheblichkeit verwechselt wird. Also mit Charakterzügen, die auf unserer Werteskala negativ besetzt sind.

Um sich selbst so anzunehmen wie man ist und sich dann auch noch zu lieben, muss man den Begriff neu definieren.

Selbstliebe bedeutet, dass man sich um sich selbst so gut kümmert wie um einen anderen geliebten Menschen.

Da Beziehungen aber selten unkompliziert sind, ist eine Verbindung mit sich selbst auch oft von alten Verletzungen, neuen Erwartungen, überhöhten Ansprüchen und Schuldgefühlen belastet. Und mit der Sehnsucht nach Akzeptanz. Wir wünschen uns bedingungslos geliebt zu werden. Deshalb müssen wir uns zuerst selbst annehmen, mit allen Fehlern und Macken. Und uns dabei durch die Augen eines verliebten Partners sehen. Was bleibt ist ein liebenswertes Selbst.

Von dem Augenblick an, in dem wir es geschafft haben, nicht mehr von der Anerkennung und der Liebe im Außen abhängig zu sein, sind wir frei. Unsere Gedanken sind nicht mehr von Vergleichen, dem Kampf um Respekt und Akzeptanz oder dem Wettkampf um die beste Liebe bestimmt. Wir müssen nicht mehr auf das Lob von Außen hoffen, um Bestätigung zu finden. Wir müssen keinem Bild mehr gerecht werden (das sich niemals mit unserem Wesen decken würde). Wir können damit aufhören, dem Ideal der besten Tochter, Mutter, Frau oder Geliebten nachzueifern. Wir müssen keine Karriere mehr für andere machen. Wir müssen nicht mehr stark sein wenn uns nach Heulen zumute ist. Wir müssen niemandem mehr etwas beweisen. Und wir müssen uns nie wieder verbiegen, um geliebt zu werden.

Selbstliebe macht uns vollkommen. Perfekt. Großartig. Glücklich. Zufrieden.

Sie macht uns so liebenswert, wie wir wirklich sind. 

Foto: Ditty about Summer/Shutterstock.com

©LaMagonda, 2015

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