Die Macht der Versöhnung
Leben Soul Verzeihen

Die Macht der Versöhnung

„Sei gut zu dir und vergib den anderen“ lautet eine buddhistische Weisheit, die den wahren Sinn hinter einer Versöhnung deutlich macht. Jemandem zu vergeben ist kein selbstloser Akt. Es geht vor allem darum, dass es auch Ihnen gut geht. Die besten Strategien, wie Sie durch Nachsicht und Gelassenheit wieder zur Heldin Ihres eigenen Lebens werden:

Verschenken Sie keine Energie mehr.

Emotionale Verletzungen entstehen wenn uns andere Menschen schlecht behandeln. Wenn sie uns ignorieren, uns mobben oder uns ausgrenzen. Wenn sie über uns lästern oder uns etwas wegnehmen. Die erste Reaktion darauf sind Schmerz, Trauer oder Wut. Im Gegensatz zum flüchtigen Gefühl des Glücks haben negative Emotionen die Eigenschaft der Hartnäckigkeit. Sie können sich schnell als Verbitterung oder Depression manifestieren. Und mit einer verletzten Psyche zu leben und den Alltag zu meistern kostet enorm viel Energie. 

Der eigene innere Kampf verändert allerdings selten etwas im Gegenüber. Wahrscheinlicher ist, dass der Mensch der Sie gekränkt hat den Vorfall längst vergessen hat. Ihre Rachegedanken werden niemanden erreichen... Wer das erkannt hat versteht auch den Sinn von Vergebung: Es geht darum aus dem eignen Gefängnis der Verbitterung in die Freiheit des Weiterlebens zu gelangen. Ohne einen weiteren Gedanken an einen Menschen zu verschwenden der kein Bewusstsein für Ihre Traurigkeit hat.  

Weisen Sie sich eine neue Rolle zu.

In jeder Geschichte gibt es Helden, Opfer und Täter. Wer der Täter oder die Täterin ist, wissen Sie bereits. Bleiben für Sie noch die Besetzung als Opfer oder als Heldin. Wer möchten Sie sein? Das Opfer zu sein ist manchmal die bequemere Rolle, obwohl sie schmerzhaft ist. Der Text ist schnell zu lernen und leicht zu behalten. Aber auf Dauer sind Sie damit nicht zufrieden. Denn ständiges Jammern und Beschuldigungen (mag es auch noch so gerechtfertigt sein) wird Ihnen keinen Oscar als beste Hauptrolle in Ihrer eigenen Lebensgeschichte bringen. Für diese Trophäe müssen Sie stark und selbstbewusst sein. Dazu gehört auch, die Täter an die Wand zu spielen. Mit Freundlichkeit, Nachsicht und Gleichgültigkeit. Als Heldin haben Sie die Macht über das Drehbuch Ihrer zwischenmenschlichen Beziehungen. Vergessen Sie nie, dass es Ihnen frei steht jemanden aus Ihrem Leben zu streichen und neue Rollen für gute Menschen hinein zu schreiben.

Erinnern Sie sich an Ihre eigenen Fehler.

Auch wenn Sie gerade das Opfer sind: Es gab Momente in Ihrem Leben, da haben Sie einen anderen Menschen verletzt. Sie haben sich von einem Mann getrennt, den Sie nicht mehr liebten, Sie haben Ihre Mutter geärgert, Sie haben Ihre Freundin im Stich gelassen. Vielleicht, weil Sie noch unerfahren waren und es nicht besser wussten, vielleicht, weil Sie Ihre Gefühle (noch) nicht richtig einordnen konnten. Was auch immer es war: Auch Sie haben eine Schattenseite. Das ist normal und menschlich. Mit den Jahren entwickeln die meisten Menschen ein Bewusstsein für den respektvollen Umgang miteinander. Entweder aus der leidvollen Erfahrung eigener Verletzungen oder durch die richtigen Begleiter im Leben. Wenn Sie auf jemanden treffen, von dem Sie glauben, dass er diesen Weg noch vor sich hat können Sie leichter vergeben.

Ein schönes Leben ist die beste Antwort

Alles im Leben beruht auf dem Wechselspiel zwischen Aktion und Reaktion. Jede unserer Handlungen zieht eine andere nach sich. Drehen Sie den Zündschlüssel Ihres Autos um, startet der Motor und Sie werden sich in Ihrem Wagen von einem Ort zum anderen bewegen. Beginnen Sie ein Gespräch mit Ihrer besten Freundin, startet der Austausch von Informationen, die wiederum an andere Menschen weiter gegeben wird. Es ist sowohl ein physikalisches Gesetz, als auch ein Grundsatz der Philosophie. Ursache und Wirkung sind niemals voneinander zu trennen. Die einfachsten Beispiele aus dem Alltag zeigen, dass Sie immer die Wahl haben den Verlauf einer Handlungskette zu bestimmen. Wenn Sie sich nach einer zugefügten Verletzung in den Kreislauf negativer Gedanken begeben, werden Sie dort von einer Trauerphase in die nächste gelangen. Wenn Sie von dort aus allerdings aktiv Ihr Leben in die Hand nehmen und sich zielstrebig um Ihr Glück bemühen, wird aus der Verletzung eine versöhnliche Haltung entstehen. Auf die Aktion der Sinnsuche reagiert die Seele sofort mit ganzer Kraft. Und wenn Wut und Rachegedanken nicht mehr mit geistiger Energie gefüttert werden, verschwinden sie aus dem Bewusstsein. Das bedeutet nicht, dass wir den Vorgang der Verletzung gänzlich vergessen. Aber er verliert an Bedeutung. Mit ihm zusammen wird der Mensch, der Ihnen Schaden zugefügt hat, ebenfalls seine Macht über Ihr Gefühlsleben verlieren. 

Foto: j.wootthisak/Shutterstock.com

©LaMagonda, 2015

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