Was bedeutet „Yin und Yang“?
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Was bedeutet „Yin und Yang“?

Yin und Yang. Schwarz und Weiß. Verbunden und doch getrennt. Einander zugewandt und gleichzeitig auseinanderdriftend. Einen Teil des jeweils Anderen in sich tragend... Das Yin und Yang Zeichen ist nicht nur ein wunderschönes Symbol aus der chinesischen Philosophie, es ist auch ein Zeichen, das unendlich viele Bedeutungen in sich trägt. Was für uns auf den ersten Blick einfach nur wie zwei anschmiegsame Partien eines Paisley-Musters aussieht, ist in Asien ein universelles Symbol. Yin und Yang stehen für die  Kräfte, die gegensätzlich und zugleich aufeinander bezogen sind. Diese Kräfte sind ein allumfassendes Prinzip. Das weiße Yang bedeutet: hell, hart, heiß, aktiv und ist der Männlichkeit zugeordnet, das schwarze Yin bedeutet: dunkel, weich, kalt, ruhig und ist der Weiblichkeit zugeordnet.

Deshalb nutzen wir das Yin und Yang Zeichen auch oft als Symbol für „Das Männliche“ oder „Das Weibliche“ oder sprechen von dem Yin und Yang - Prinzip wenn wir uns über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Männern und Frauen unterhalten.

Besonders beliebt wurde das Zeichen bei uns, als sich das „Buch der Wandlungen“, das I Ging, zu einem spirituellen Bestseller entwickelte und sich immer mehr Menschen mit dem Thema des I Ging als Orakel-Buch beschäftigten. Die komplizierte Ansammlung von Strichzeichnungen und zugeordneten Sprüchen gehört in den Bereich der Zukunftsdeutung, verwendet aber auch dort die philosophischen Begriffe von Yin und Yang und deutet sie in den Bereichen der Weiblichkeit und Männlichkeit.

Allerdings würde man dem Symbol viel von seiner Energie nehmen, wenn man es nur auf die Aspekte von weiblich und männlich reduzieren würde. Es gibt eine ganze Reihe von anderen Begriffspaaren die in ihrer Bedeutung ebenfalls gut passen. „Geben und Empfangen“ beispielsweise. Oder „aktiv und passiv“, „Licht und Schatten“ oder "Hier und Dort".

Warum übt dieses einfache Bild von zwei sich ergänzenden Gegensätzen so einen Reiz auf uns aus?

Yin und Yang stehen auch für einen ewigen Kreislauf. In ihrer Anordnung kann man sehen, dass Gegensätze miteinander verbunden sein können und sich nicht automatisch abstoßen müssen. Yin und Yang kann uns damit in einem einfachen Bild den steten Wandel des Lebens erklären und ihm jeden Schrecken nehmen.

Was kommt wird auch wieder gehen. Was geht wird auch wieder kommen. Wer das Prinzip von Yin und Yang als universelles Gesetz betrachtet kann Dinge und Situationen nicht nur leichter annehmen, sondern sie ebenso leicht auch wieder loslassen. 

Uns erschien die Yin und Yang Thematik zu Beginn so kompliziert, weil es nicht nur um Gegensätze geht. Unser Weltbild teilte sich eher in "Schwarz und Weiß" oder in "Gut und Böse" auf. Yin und Yang hingegen ergänzen sich und sind niemals als Gegner zu betrachten.

Diese Auffassung zeigt sich auch in der Lehre der traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Denn die besagt, dass das gesamte Universum, also Menschen, Tiere und Pflanzen, den Kräften des Yin und Yang unterliegen.

Foto: Ailisa/Shutterstock.com

©LaMagonda, 2015

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