Das Leben annehmen – und zufrieden werden
Leben Soul Annehmen

Das Leben annehmen – und zufrieden werden

Warum sprechen spirituelle Lehrer, Coaches und auch Therapeuten so oft über die heilsame Kraft des  „Annehmens“ von Situationen, Menschen und Ereignissen? Was bedeutet es und wie funktioniert es? Geht es darum, ein Geschenk in Empfang zu nehmen? Oder darum, alles was uns widerfährt einfach hinzunehmen und zu ignorieren, weil es sowieso nicht zu ändern ist?

Weder noch. Annehmen bedeutet aus spiritueller und mentaler Sicht, dass wir voll und ganz akzeptieren, was geschieht. Wir nehmen eine Situation so an, wie sie uns widerfährt. Wir nehmen Menschen und ihre Verhaltensweisen so an, wie sie sind. Wie hören sehen, nehmen wahr – und nehmen es an. Das bedeutet nicht, dass wir damit einverstanden sein müssen. Und auch nicht, dass wir keine eigene Meinung haben für die wir eintreten. Aber wir gehen nicht mehr vorschnell und hitzig in eine Diskussion. Wir streiten uns nicht mehr und wir regen uns nicht mehr über Probleme auf, sondern gehen sie an.

Wer sich bewusst darüber ist, dass sich nicht alles im Leben nach den eigenen Wünschen richten kann wird die Welt mit anderen Augen sehen. Das hat nichts mit Machtlosigkeit zu tun, sondern mit der Erkenntnis, dass wir durch Akzeptanz frei werden können. Es geht nicht mehr darum, andere vom eigenen Standpunkt zu überzeugen und einen verbalen Kampf zu gewinnen. Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl sind im bewussten Annehmen von der Meinung anderer unabhängig. Und auch traurige Erlebnisse können durch Akzeptanz leichter ertragen und verarbeitet werden.  Trotzdem hat das wertfreie Annehmen einer Situation nichts mit Gleichgültigkeit ihr gegenüber zu tun. Nur die Reaktion darauf ist eine andere. Wir können beispielsweise auf eine Ungerechtigkeit oder auf schlimme Ereignisse mit mentalem Widerstand, Diskussionen und Auseinandersetzungen antworten. Oder wir nehmen sie an und tun aktiv etwas dagegen oder für uns selbst. Ohne Rechtfertigung und ohne auf die Bestätigung von außen zu hoffen. Annehmen in diesem Sinn bedeutet also nichts anderes als Freiheit im Handeln und Frieden für die eigene Seele.

Theoretisch ist diese Form der Gelassenheit leicht nachvollziehbar. Praktisch ist sie oft schwer umzusetzen. Denn Gefühle wie Trotz, Wut und Trauer sind in uns als Reaktion auf Etwas das im Außen geschieht angelegt. Sie einfach nur zu unterdrücken würde unserer Seele ebenso schaden, wie sie zu stark auszuleben.

Aber jedes Mal, wenn wir es geschafft haben, etwas einfach anzunehmen, statt in das Drama des Zwischenmenschlichen zu gehen, erreichen wir mehr innere Ruhe und Zufriedenheit.

Foto: John M Anderson/Shutterstock.com

©LaMagonda, 2015

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