12 Zeichen, dass Sie einfach zu nett sind
Leben Soul Burn-Out

12 Zeichen, dass Sie einfach zu nett sind

Lachen Sie manchmal, obwohl Ihnen nicht danach zumute ist? Fühlen Sie sich ausgenutzt, nicht genug respektiert oder schlicht ignoriert? Falls ja, dann könnte das daran liegen, dass Sie einfach zu nett sind und deshalb kurz vor einem Burn-Out stehen. Wahrscheinlich bleiben Sie in jeder Situation freundlich und höflich und ganz sicher sind Sie immer zuvorkommend und hilfsbereit. Sie erledigen Ihre Arbeit perfekt und kümmern sich trotzdem noch rührend um Kollegen, Familie und Freunde. Und während Sie nach Außen ein leuchtendes Vorbild für soziale Kompetenz abgeben, werden Sie in Ihrem Inneren immer unglücklicher.

Menschen, die sich zu viel um die Bedürfnisse anderer kümmern, vergessen sich irgendwann selbst. Sie tauchen völlig in fremde Gefühlswelten ein und haben kaum noch Kontakt zu den eigenen Emotionen. Die vernachlässigte Seele reagiert schließlich mit Burn-Out oder Depressionen. Wer schon in diesem Teufelskreislauf steckt, dem fällt es schwer, die Grenze zwischen Freundlichkeit und Selbstaufgabe noch zu erkennen.

Wann es Zeit ist, wieder mehr gesunden Egoismus zu entwickeln: 

Sie genießen ihre Freizeit nicht mehr. Nichts, was Sie früher glücklich gemacht hat, bereitet Ihnen heute noch Freude. Yoga, Malen, Lesen, Handarbeiten: Was auch immer ihr Hobby war, sie erinnern sich kaum noch daran.

Sie können nicht mehr „Nein“ sagen. Egal, ob es um Überstunden geht oder Sie beim Umzug helfen sollen: Sie machen alles, obwohl Sie eigentlich keine Zeit dafür haben und körperlich gar nicht dazu in der Lage sind.

Sie werden nie gelobt. Für Ihren erfolgreichen Projektabschluss im Job bekommt die Kollegin einen Bonus? Die Gäste bedanken sich überschwänglich bei Ihrem Mann für das gelungene 6-Gänge-Menü, das Sie gekocht haben? Weil Sie immer hinter allen stehen, nimmt man Sie leider nicht mehr wahr.

Sie fühlen sich antriebslos. Als Motivations-Coach für Freunde und Familie machen Sie einen super Job. Ihre ganze Energie fließt in Applaus und „Tschaka-Rufe“. Danach fühlen Sie sich nur noch leer und kraftlos.

Sie entschuldigen sich ständig. Auch wenn Sie gar keinen Fehler gemacht haben. Aus Gewohnheit übernehmen Sie die Verantwortung für alles. Manchmal sogar für schlechtes Wetter.

Sie fragen nie um Hilfe. Gebraucht zu werden erscheint Ihnen normal, selbst etwas zu brauchen empfinden Sie als Zumutung. Für Sie ist das kein Widerspruch denn Sie haben die Balance zwischen Geben und Nehmen verloren. 

Sie gehen jedem Streit aus dem Weg. Laute Auseinandersetzungen sind Ihnen unangenehm. Diskussionen halten Sie für unnötig. Schließlich geben Sie Ihren Standpunkt sowieso sehr schnell auf. 

Sie umgeben sich mit Menschen, die Sie nicht mögen. Das ist eines der schlimmsten Zeichen dafür, dass Sie zu nett sind und sich selbst dadurch krank machen. Sie können davon ausgehen, dass die Abneigung auf Gegenseitigkeit beruht. Der einzige Grund, warum sie Kontakt miteinander haben ist, dass diese Menschen Sie und Ihre Opferbereitschaft nur ausnutzen wollen. Und weil Sie es jedem Recht machen wollen (sogar Menschen, die ganz und gar nicht nett sind), befinden sich nun alle in schlechter Gesellschaft.

Aus der Nettigkeits-Falle auszubrechen ist nicht leicht aber es lohnt sich. Denn in der Freiheit wartet Ihr eigenes wunderbares Leben auf Sie.

3 Tipps, die Ihnen dabei helfen:

1. Üben Sie das Wort „Nein“ auszusprechen. Unter der Dusche, im Auto, allein im Fahrstuhl. Sagen Sie es so oft am Tag, wie Sie können. Dann kommt es bei der nächsten Frage zur Umzugshilfe leichter aus Ihrem Mund.

2. Fragen Sie jemanden nach dem Weg. Auch wenn Sie genau wissen, wie Sie zur nächsten Bushaltestelle kommen. Es geht nur darum, dass Sie wieder lernen jemanden um Hilfe zu bitten.

3. Machen Sie auf sich aufmerksam. Als zu netter Mensch sind Sie unauffällig geworden. Eine neue Frisur, eine andere Haarfarbe oder eine knallrote Bluse wird Sie wieder sichtbar machen. Es ist eine gute Übung, um Ihr Selbstbewusstein zu stärken. Wenn Sie unsicher sind, was Ihnen steht, leisten Sie sich einen Stylisten. Das sollten Sie sich wert sein. 

Foto: ArtFamily/Shutterstock.com

©LaMagonda, 2015

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